Tagebücher meiner späten Mädchenjahre...
 



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04.04.1990

Ein wenig enttäuscht war ich ja schon, als ich Olaf's Brief gelesen habe, hatte ich mir doch mehr erwartet. Aber ich freue mich schon, dass er mir überhaupt geschrieben hat.

Ich glaube, mich hat es diesmal wirklich erwischt, ich glaube, ich habe mich wirklich verliebt. Und ich werde auf ihn warten, ja, ich werde warten, ob er sich für mich entscheidet oder nicht. Und ich wünsche mir, dass wir uns finden werden! Auf Freitag freue ich mich schon, dann sehe ich ihn wieder!

Ein Problem gibt es allerdings schon: Wenn Melanie ihn auch möchte,ihn auch mag, dann werde ich wohl zurückstecken! Melanie scheint ihn nämlich auch sehr zu mögen!

31.3.08 23:34


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01.04.1990

Papa hat gesagt, so wie ich angezogen bin geht man nur weg, wenn man feste Absichten hat! Naja, vielleicht hat er gar nicht mal so unrecht, Olaf ist wirklich nicht unattraktiv und übt eine gewisse Anziehungskraft auf mich aus. Ja, mit ihm könnte ich mir ein Leben wirklich vorstellen! Und Kinder mit ihm - eine tolle Idee! Ich glaube sogar, ich habe mich ein wenig verliebt!
31.3.08 23:23


19.03.1990

Na, ich hoffe, dass ich nichts ausbrüte, obwohl gar alle Anzeichen dafür sprechen! War wohl doch nicht unbedingt negativ, dass ich heute schon gleich nach Hause gegangen bin, als ich die Schmerzen festgestellt hatte!

Was hatte bloß der Traum heute Nacht zu bedeuten? Ein Baby hatte ich bekommen, war ein schönes Gefühl. Allmählich wird der Wunsch in mir größer, ein Baby/Kind zu bekommen. Es wäre das größte Geschenk für mich, so einen kleinen Knirps zu haben. Ich freue mich schon auf die Zeit, wo ich so ein kleines Wesen mein Eigen nennen darf.

Mama sagt, wenn man träumt man bekommt ein Baby, kann es ganz genau erkennen und hat Ähnlichkeit mit einem Menschen, den ich kenne, dann stirbt dieser! Ich bin so froh, dass ich keine eindeutige Ähnlichkeit mit einem mir bekannten Menschen festgestellt habe. Ich wäre ja sogar Schuld an seinem/ihrem Tod, da ich es ja geträumt habe! Aber es war schon ein seltsamer und doch schöner Traum!

31.3.08 23:16


18.03.1990

Je ne sais pas, mais je pense que Olaf ist eigentlich nicht ganz unsympathisch, ganz im Gegenteil, er wirkt sogar äußerst anziehend, irgendwie hat er das gewisse "Etwas", weiß auch nicht, was das ist, aber irgend etwas ist an ihm dran, was ihn im extremen Maße attraktiv macht!

Aber ich nehme mal an, er wird seine Augen schon auf ein anderes Mitglied der Kirche geworfen haben, mal sehen, wenn ich ihn in einem halben Jahr immer noch so anziehend finde, pirsche ich mich eventuell ganz sicher an ihn heran!

Nur was wird aus Frank? Irgendwie glaube ich, der will näheres von mir, nach der Karte zu urteilen und nach seinem Verhalten mir gegenüber. Aber ich will doch gar nichts von ihm!

Warum ist das nur sie schwierig mit den männlichen Wesen a normal friendship einzugehen? Sowie man merkt, die wollen "näheren Kontakt", tauchen irgendwie immer massig Probleme auf, die vorher nie existiert hatten.

Das Problem ist ja eigentlich fast immer folgendes: Die Jungs, die man gerne mag, ja sogar liebt, die wollen fast immer nur 'ne Freundschaft oder gleich das eine. Die Jungs, die man nur als Freunde haben will, mögen einen plötzlich ganz enorm gerne - da haben wir's! Und da soll man sich auskennen!

Naja, ich warte mal ab, wie's sich bei Olaf & mir so hinbiegt - bei Frank & mir wird jedoch sobald wie möglich Frontenklärung vorgenommen! Ach ja, vielleicht wäre das bei Martin auch keine falsche Idee!

Man, manchmal frage ich mich echt, wofür gibt es bloß 2 Geschlechter? Bringt doch nur problems mit sich! Vielleicht sollte ich mich ganz von männlicher Gesellschaft fernhalten! 

31.3.08 18:07


04.03.1990

Es ist schon irre, was alles in den Schriften steht und was die Menschen alles auf sich genommen haben, um ihre Religion zu verbreiten und sich durch nichts von ihrem Glauben haben abbringen lassen.

Ich möchte auch so stark werden. Ich möchte der Welt, der Gesellschaft ohne Angst gegenübertreten können und sagen: Seht her, daran glaube ich, dass kann mir keiner mehr entreißen, da stehe ich mit beiden Beinen drinne, davon bringt mich keiner ab!

Ja, das wäre mein Ziel, sagen zu können: Das ist mein himmlischer Vater, er lebt und Jesus auch, an ihn glaube ich, ihn liebe ich! Beide liebe ich!

31.3.08 17:37


03.03.1990

Ich bin wirklich froh, dass ich mich für die Kirche entschieden habe. Es war ein schöner Tag heute mir Olaf, Schwester Sätteli und Schwester Young. Ich bin dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, mich für die Kirche zu entscheiden, dass ich mir überhaupt aussuchen kann, woran ich glaube.

Ich weiß nur nicht, was ich machen soll mit Martin und mir. Ich liebe ihn, aber ich liebe auch die Kirche und ich möchte mich echt nicht falsch entscheiden. Ich glaube, ich lasse das Abendmahl morgen aus, schließlich muss ich erst einmal sämtliche Probleme lösen. Aber ich hoffe, ich habe bald eine Lösung gefunden, auch mit der Sache mit Oma, da mir sehr viel am Abendmahl liegt.

31.3.08 17:22


25.02.1990

Heute war der große Tag! Aufgedreht war ich eigentlich schon. Ich weiß nicht, ein bischen komisch habe ich mich schon gefühlt in meinem "Taufkleid". Irgendwie hatte ich es mir jedoch alles ganz anders vorgestellt, irgendwie toller oder so. Aber es war wirklich schon ein irres Erlebnis. Nicht, dass ich mich jetzt irgendwie anders fühle, aber dieses Gefühl zu wissen, da ist jetzt jemand ständig, immer und überall und bei allem was Du tust dabei, dass ist irgendwie auch ein schönes Gefühl, zu wissen man ist nie ganz allein. Es ist einfach schön zu wissen, da ist immer jemand.

Die Menschen in der Gemeinde haben mir echt geholfen und ich danke allen aus vollem Herzen. Ich glaube, ich habe mich richtig entschieden und genauso wie Olaf W. gesagt hat: Unser Zeugnis ist jetzt noch winzig, aber es wird beständig wachsen, wenn wir an Gott glauben. Und ich glaube an Gott, dass er lebt und dass auch Jesus lebt, aber ich muss an meinem Zeugnis arbeiten, auf das es wächst und standhaft bleibt, in dieser Welt vor Versuchungen.

Ja, ich will stark sein und die Gebote halten, will wachsen und Fortschritt machen, ein Zeugnis bekommen an das ich glauben und worin ich mich wiederfinde. Ja, es erfordert harte Arbeit und Willensstärke um diesen sehr schmalen Weg zu gehen, aber es ist zu schaffen und was mich dann am Ende des Weges erwartet, das lässt einen alle Probleme und Sorgen vergessen, es entschädigt einen für alles, was man durchgemacht hat um hier am Ende des Weges anzukommen, bei Gott, unserem Himmlischen Vater!

Klar hat es sehr geschmerzt, dass keiner von meiner Truppe gekommen ist, aber das werde ich wohl auch verkraften. Auch so war ich mit Menschen zusammen, die mir sehr viel gegeben haben.

31.3.08 17:09


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